Das Spiel mit Anti - Spin Belägen

Rotation: Mit diesen Belägen kann dem Ball kein Drall verliehen werden. Sie besitzen nur eine minimale Griffigkeit.
Tempo: Antispin Beläge sind von ihrer Charakteristik langsame Beläge. In der Gruppe der Antispin Beläge gibt es jedoch je nach Art der Schaumgummiunterlage Unterschiede im Tempo.
Kontrolle: Die Rotation des ankommenden Balles hat auf den Belag, durch dessen fehlende Griffigkeit, sehr wenig Wirkung. Langsame Bälle und Bälle mit wenig Rotation lassen sich jedoch besser kontrollieren als mit langen Noppen.
Anwendung: Fast immer auf der Rückhandseite in Kombination mit einem griffigen Noppen innen Belag auf der Vorhandseite.
Spielsystem: Werden in der Regel zur Schnittabwehr verwendet. Auch für Blockspiel am Tisch geeignet. Besonders wirkungsvoll durch Drehen des Schlägers einsetzbar.

Charakteristik

Belag mit Schwammunterlage und Noppen innen bis 2,5 mm Belagstärke und verschiedenen Schwammhärten. Je Härter die Schwammunterlage, desto eher eignet sich der Anit-Belag für offensiveres Spiel.

Oberfläche der Beläge nicht griffig, dadurch weitgehend unempfindlich gegen die Rotation ankommender Bälle.

Auch Beläge mit griffiger Oberfläche können nach langem Gebrauch oder auch durch falsche Lagerung( an der Sonne) Spieleigenschaften erhalten, die denen eines Antispin Belages sehr ähnlich sind.

Anti-Beläge bieten nur begrenzt Möglichkeiten zu aktivem Spiel. Sie werden heute sowohl zur Abwehr hinter dem Tisch als auch für Block- Konterspiel am Tisch eingesetzt und sind ein wirksames Mittel um den Rhythmus des Gegners zu stören. Viele Spieler ziehen heute jedoch Beläge mit Langen Noppen den Antispin- Belägen vor, da mit den langen Noppen mehr Rotationsvarianten möglich sind..

Besonders gefährlich lassen sich die Anti-Beläge im Block-, Konterspiel einsetzen, da hier der Ball wesentlich langsamer fliegt als vom Gegner erwartet und zudem noch ohne Rotation ankommt. Auch durch angetäuschte Topspins (ohne Rotation) werden Gegner leicht zu Fehlern verleitet.


Vorteile beim Spiel mit Anti-Belägen:

  • Ankommende Rotation lässt sich einfacher zurückspielen. (Vorteil besonders bei der Aufschlag Annahme)
  • Durch plötzlich verlangsamtes Spiel mit wenig Rotation wird der Gegner zu Fehlern verleitet.
  • In der Kombination Anti-Belag auf der Rückhandseit und glatter Belag auf der Vorhand ergeben sich zusätzliche taktischen Möglichkeiten aus Wechsel zwischen Angriff und Abwehr sowie durch das Drehen des Schlägers.

Nachteile beim Spiel mit Anti-Belägen

  • Es lässt sich praktisch keine eigene Rotation erzeugen.
  • Bei Spiel mit viel Rotation im ankommenden Ball schwierigerer Rückschlag als mit langen Noppen.
  • Anfälligkeit bei Spiel ohne Rotation.

 

Fazit:

Anti-Beläge werden sowohl für die Schnittabwehr als auch für Block-, Konterspiel am Tisch auf der Rückhandseite verwendet. Sie sind eher für das etwas langsamere Spiel mit weniger Rotation. Beim Spiel gegen viel Rotation sind lange Noppen eher zu empfehlen.

Anti-Beläge sollten mit einem glatten Belag auf der Vorhandseite kombiniert werden.

Nach der erfolgreichen Ausbildung in den Grundtechniken mit griffigen Belägen auf Vorhand- und Rückhandseite, sollte bei der Festlegung des Spielsystems bei jedem jungen Spieler auch die Möglichkeit mit Anti-Belägen zu spielen in die Überlegungen einbezogen werden.

In der Ausbildung junger Spieler wurde das Spiel mit Anti-Balägen in den vergangenen Jahren immer mehr in den Hintergrund gedrängt.

Dieser Entwicklung gilt es entgegenzuwirken. Ich möchte hier Trainern und Verantwortlichen Mut machen, junge Spieler auch wieder für das Spiel mit Anti-Belägen zu interessieren und zu begeistern.