| 3. Lange Noppen |
Charakteristik Lange Noppen - ohne Schwammunterlage - mit Schwammunterlage bis 2 mm Nachdem nach vielen Diskussionen das Verhältnis von Länge zu Breite der Noppen auf 1,3 zu 1,1 festgelegt wurde und damit das Abknicken der Noppen verhindert wird, haben die langen Noppen vieles ihrer früheren Gefährlichkeit eingebüsst. Vor allem im unteren und mittleren Leistungs- bereich sind Spieler die lange Noppen benutzen, immer noch gefürchtet. Als Hauptgrund für die Einführung der Reglementierung wurde vor allem angeführt, dass der Ballflug durch die immer dünner und länger werdenden Noppen nicht mehr vorhersehbar sei. Die langen Noppen knicken unter gewissen Bedingungen plötzlich ab. Dadurch können sich Rotation, Geschwindigkeit und Richtung des Balles ändern, ohne dass dies aus der Schlag- bewegung abzulesen wäre. Es ist hier
nicht der Ort, um die interessante Frage zu diskutieren, ob es der richtige
Weg ist, den immer weniger werdenden Abwehrspielern einen Vorteil auf diesem
Weg zu nehmen. Wird doch auf der anderen Seite das Material der Angriffspieler
ständig und sicher nicht immer zum Vorteil unserer Sportart, ohne
Widersprüche weiterentwickelt.
Vorteile beim
Spiel mit langen Noppen:
Nachteile beim
Spiel mit langen Noppen:
Fazit: Beläge mit langen Noppen werden in erster Linie als Material für die Schnittabwehr auf der Rück- handseite verwendet. Einige wenige Spieler verwenden sie auch für Block- Konterspiel. Die langen Noppen sollten mit einem glatten Belag auf der Vorhandseite kombiniert werden. Nach der erfolgreichen Ausbildung in den Grundtechniken mit glatten Belägen auf Vorhand- und Rückhandseite, sollte bei der Festlegung des Spielsystems bei jedem jungen Spieler auch die Möglichkeit Abwehr zu spielen mit in die Überlegungen einbezogen werden. In der Ausbildung junger Spieler wurde das Abwehrspiel (und das dazu notwendige Material) in den vergangenen Jahren immer mehr in den Hintergrund gedrängt. Weder auf Deutscher noch auf Internationaler Ebene sind Abwehrspieler in nennenswerter Zahl zu finden. Dieser Entwicklung gilt es entgegenzuwirken. Ich möchte hier Trainern und Verantwortlichen Mut machen, junge Spieler auch wieder für das Abwehrspiel zu interessieren und zu begeistern. |